Wüste, Wasser, Weisheit (Level 2)

Die Wüste wird auch als Meer ohne Wasser bezeichnet. Sie gilt als Ort der "Leere", der Stille, wo der Mensch noch sich selbst sein kann. Seit Jahrtausenden übt diese Landschaft auf die Menschen eine grosse Faszination aus. Sie flösst aber auch Furcht und Schrecken ein, wenn von Sandstürmen, verdursteten Menschen und Tieren die Rede ist, von Menschen, die wahnsinnig vor Durst, in ihren letzten lichten Momenten an die Fata Morgana eines blauen Sees glaubten.... Wasser hingegen wird in allen Kulturen gleichermassen als Ursprung des Lebens betrachtet. Wasser war schon immer ein Symbol des Lebens, der Erneuerung, Reinigung und Hoffnung. Im Gegensatz dazu steht die grosse Zerstörungskraft des Wassers. Viele SchriftstellerInnen, PhilosophInnen, DichterInnen und Heilige haben sich von der Wüste und vom Element Wasser inspirieren lassen. Überall auf der Welt gibt es heilige Quellen, Brunnen oder Wasserläufe.

: Drei Antworten sind richtig.
: Eine Antwort ist richtig.

Linktipp: Poster-Serie "Wasser weltweit" (pdf 470 Kb)

Sie können den Quiz so oft lösen, wie Sie möchten.
 
1Wasserweisheiten: Welches der folgenden Sprichwörter wurde leicht 'verwässert'?
Amman iman - Wasser ist Leben
Das Wasser, das du nicht trinken kannst, bewahre auf.
Wo das Wasser endet, endet auch die Welt.
Wir teilen Wasser und Salz, ein Zeichen der Freundschaft.
 
2Welche der folgenden Schriftsteller/innen beschrieben in ihren Büchern das Leben als Nomaden in der Wüste und Steppe aus eigener Erfahrung?
Die zum Islam konvertierte Genferin Isabelle Eberhard.
Tahar Ben Jelloun aus Marokko
Ibrahim al-Koni aus Libyen.
Galsan Tschinag aus der Mongolei.
 
3'Wasser als Ursprung des Lebens'. Inwiefern trifft diese Aussage zu?
Gemäss einer südamerikanischen Schöpfungsgeschichte lebten die Urkräfte im Wasser unter grünen und blauen Federn. Aus ihnen ist alles geworden, was auf der Erde ist.
Die Chinesen sind davon überzeugt, dass am Anfang der Welt die Menschen aus Wasser erschaffen wurden.
Gemäss einer ukrainischen Schöpfungsgeschichte, ist die Erde nicht eben, weil sie von Gott ausgespuckt wurde und er dabei husten musste. So entstanden die Berge, Hügel und Täler.
Im alten Aegypten glaubte man, dass die Welt als Urhülle aus einem Urmeer hervorgegangen ist.
 
4Wasser in religiösen Ritualen: Finden Sie die drei richtigen Antworten.
Weihwasser ist ein Symbol, das im Christentum sowie in anderen Religionen ein Zeichen der Reinigung ist.
Im Judentum gibt es rituelle Reinigungen durch Waschen, Übergiessen oder Untertauchen. Vor allen religiösen Handlungen und vor den Mahlzeiten sind die Hände zu waschen. Dabei wird das Wasser abwechselnd über die rechte und die linke Hand gegossen und dazu ein Segensgebet gesprochen.
Im Islam ist die Waschung eine der Voraussetzungen für die Verrichtung des Gebetes und umfasst Hände, Arme, Füsse, Mund, Nase und Ohren.
Ein Brahmane (ein frommer Hindu) muss sich täglich mindestens dreimal kalt duschen.
 
5Pilgerreisen ans Wasser. Welche Antworten treffen zu?
Viele Hindus unternehmen lange Pilgerreisen, um sich in den heiligen Wassern körperlich und seelisch zu reinigen und mit den Göttern in Berührung zu kommen.
Alle Muslime sollten einmal im Leben an den Fluss Mekka pilgern.
Zu einer Pilgerreise nach Lourdes gehört auch der Besuch der Quelle und Grotte von Nassabuekkem wo die Gottesmutter im Jahre 1858 der damals erst 14jährigen Bernadette Soubirous 18mal erschien.
Der Hiobsbrunnen 'Tschesche Ajub' in Buchara spendet den Pilgern noch heute heilendes Wasser.
 
6Wasser wird oft eine Heilwirkung nachgesagt. Welche Aussagen sind richtig?
Wasser diente in der Bibel der Heilung. Naeman wurde durch das Wasser des Jordans gesund und frei von Aussatz.
Der zu Pfingsten niedergegangene Tau sollte angeblich vor Sommersprossen schützen und vor Verhexung behüten.
Mineralwasser trinken macht klug.
Die Kneippkur wurde von Sebastian Kneipp (1821-1897) entwickelt. Sie basiert auf fünf Säulen und dient der Vorsorge und Heilung, nicht nur im körperlichen, sondern auch im seelischen Bereich.


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