Wasser ist schwer (Level 1)

In den Entwicklungsländern kommt das Wasser für einen Grossteil der Bewohner nicht wie bei uns per Wasserleitung ins Haus. Es sind vor allem die weiblichen Familienangehörigen, die für den Wassertransport verantwortlich sind. In diesem Quiz wird darauf eingegangen, wie sich das Tragen des Wassers auf die Gesellschaft auswirkt und was die Folgen dieser traditionellen Rollenverteilung sind.

Der Inhalt dieses Quiz stützt sich auf den Begleittext zur Poster-Serie "Wasser weltweit" (pdf 470 Kb), die im Rahmen des internationalen Jahrs des Wassers 2003 von der DEZA und der Stiftung Bildung und Entwicklung herausgegeben wird.


Tipp 1: Es sind meistens 3 Antworten richtig.
Tipp 2: Raten ist erlaubt! Sie können den Quiz so oft lösen, wie Sie möchten.
 
1Wer ist in den Entwicklungsländern vorwiegend für das Wasserholen zuständig?
Frauen
Männer
Kinder
 
2Wieviel Wasser wird in wasserarmen Regionen durchschnittlich pro Tag verbraucht?
3 Liter pro Person
40 - 60 Liter pro Familie
40 - 60 Liter pro Person
100 Liter pro Familie
 
3Wie schwer ist diese Wassermenge?
40-60 kg schwer.
So schwer wie ein kleiner Rucksack.
Das Gewicht entspricht 8-10 Harassen Mineralwasser.
So schwer wie ein grosser Zementsack.
 
4In vielen Südländern müssen Frauen und Kinder täglich viel Zeit und Kraft aufwenden, um über lange Distanzen Wasser für den tägliche Bedarf der Familie heranzuschaffen. Welche Aussagen treffen zu?
Für das Wasserholen benötigen viele dieser Frauen mehr Zeit als für die Feldarbeit.
Bis zu acht Stunden täglich verwenden afrikanische Frauen für das Wasserholen.
Auf dem Kopf tragen sie bis zu 25 Liter Wasser.
In gewissen Dörfern Afrikas ist das Wasserholen sogar ein Ganztagesjob, bei dem sich die Familienmitglieder abwechseln.
Im Gegensatz zu Afrika ist das Wasserholen in Südamerika vorallem Männerarbeit.
 
5Welches sind die drei günstigsten Möglichkeiten, dass Wasserholen zu vereinfachen oder zu vermeiden?
Der Hippo Roller ist ein Roll-Kanister der einfach gestossen oder gezogen werden kann. Der Kraftaufwand ist wesentlich geringer und entspricht dem Gewicht von 10 kg statt 90 kg.
Mit Helikoptern wird das Wasser direkt in die Dörfer geflogen.
Nach dem SODIS-Prinzip kann Wasser in Petflaschen aufs Dach gelegt werden, Krankheitserreger werden durch die UV-A Strahlung des Sonnenlichts und erhöhte Wassertemperatur abgetötet.
Der Bau von Brunnen kann an vielen Orten helfen, die Wassersituation zu verbessern.
 
6Auch in Europa musste früher das Wasser aus den Brunnen geholt werden. Der Beruf des Wasserträgers wurde jedoch vorallem von Männern ausgeübt.
In London wurden die Wasserträger 'cobs' genannt, was soviel wie Kleinpferde bedeutet.
In Paris gab es im 16. Jahrhundert über 20'000 Wasserträger.
Der Wasserträger war ein hoch angesehener Beruf.
In Mitteleuropa wurden die Wasserträger mit zunehmendem Ausbau der öffentlichen Wasserversorgung von Brunnenmägden abgelöst.
 
7Das Gewicht von Wasser hat aber nicht nur Nachteile. Schon sehr früh wussten die Menschen die Kraft des Wassers zu nutzen. Welche Aussagen treffen zu?
Wassermühlen sind die ältesten technischen Vorrichtungen, mit denen sich der Mensch eine Naturkraft zur Verrichtung von Arbeit nutzbar gemacht hat.
Die Erfindung von Wassermühlen muss schon im 1. Jahrhundert v.Chr. erfolgt sein.
Mühlräder, bei denen das Wasser das Rad von unten antreibt, können die Wasserkraft am besten nutzen.
Als Folge der Nutzung von Wasserkraft breitete sich die Industrialisierung entlang von Flussystemen aus.
 
8 Heute ist Wasserkraft die wohl wichtigste erneuerbare Energiequelle weltweit. Welche Aussagen treffen zu?
Weltweit wird 20 % des Stromes mit Wasserkraft produziert.
In den USA werden 25 % des Stroms mit Wasserkraft produziert.
In Norwegen werden 99 % des Stroms mit Wasserkraft produziert.
In Brasilien wird 83 % des Stroms mit Wasserkraft produziert.


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