Wasser ist schwer (Level 2)

In den Entwicklungsländern kommt das Wasser für einen Grossteil der Bewohner nicht wie bei uns per Wasserleitung ins Haus. Es sind vor allem die weiblichen Familienangehörigen, die für den Wassertransport verantwortlich sind. In diesem Quiz wird darauf eingegangen, wie sich das Tragen des Wassers auf die Gesellschaft auswirkt und was die Folgen dieser traditionellen Rollenverteilung sind.

Der Inhalt dieses Quiz stützt sich auf den Begleittext zur Poster-Serie "Wasser weltweit" (pdf 470 Kb), die im Rahmen des internationalen Jahrs des Wassers 2003 von der DEZA und der Stiftung Bildung und Entwicklung herausgegeben wird.


Tipp 1: Es sind meistens 3 Antworten richtig.
Tipp 2: Raten ist erlaubt! Sie können den Quiz so oft lösen, wie Sie möchten.
 
1Aus Quiz 1 wissen wir, dass viele Frauen und Mädchen einen grossen Teil des Tages mit Wasserholen verbringen.Weshalb ist dieser Zeitaufwand für die Mädchen und Frauen problematisch?
Der grosse Zeitaufwand trägt entscheidend dazu bei, dass Mädchen und junge Frauen nicht zur Schule gehen.
Die Frauen werden ihren sonstigen Verpflichtungen wie Waschen, Kochen und Kinderpflege nicht gerecht.
Das Tragen des Wassers ist mit zunehmenden Rückenschmerzen verbunden.
 
2Weshalb sind die gemeinsamen Wasserstellen trotzdem wichtig?
Für viele Frauen stellt der Gang zur Wasserquelle ein wichtiges soziales Ereignis dar.
In einigen Fällen ist bekannt, dass die Frauen den Austausch so wichtig finden, dass sie trotz Wasserhahn im Haus nicht auf den täglichen Gang zur Wasserstelle verzichten.
Das Wasserholen kann für die Kommunikation der Dorfbewohnerinnen von grundlegender Bedeutung sein.
Auch die Kulturen in wasserarmen Gegenden müssen geschützt werden. Auf Wasserleitungen sollte deshalb grundsätzlich verzichtet werden.
 
3Der Einbezug der Frauen in die Wasserplanungen ist aus folgenden Gründen von grosser Bedeutung:
Waschen, Kochen und Kinderpflege sind fast immer Aufgaben der Frauen. Deshalb sind diese speziell erfahren und sensibilisiert auf Wasserprobleme.
Frauen gelten in der Regel als verantwortungsbewusster und weniger korrupt. Deshalb ist die Zusammenarbeit in der Regel nachhaltiger.
Erfahrungen aus der Entwicklungszusammenarbeit haben gezeigt, dass Frauen besser mit der Verantwortung über die Zuteilung von Wasser und die Verwaltung von Wasserkassen umgehen können.
Männer sind in Sachen Wasser in der Regel Taugenichtse. Deshalb lohnt es sich nicht, sie in die Planung von Wasserprojekten einzubeziehen.
 
4Bisher haben wir das Gewicht von Wasser als Problem kennen gelernt. Inwiefern hat das spezifische Gewicht des Wassers aber auch positive Seiten?
Durch den Wasserkreislauf werden grosse Mengen von Wasser in höher gelegene Regionen transportiert.
Wasser ist für den Grossteil der heute verwendeten erneuerbaren Energie verantwortlich.
Durch den Bau von Staumauern entstehen an vielen Orten schöne Badeseen.
Bei einem Fluss- oder Laufkraftwerke ist die Energiegewinnung einzig von der Höhe der Staumauer abhängig.
 
5Weshalb zählt Wasserkraft zu den erneuerbaren Energien?
Das Wasser wird nicht verbraucht und steht nach der Nutzung als Ressource wieder zur Verfügung.
Die Nutzung der Wasserkraft ist eine neue Erfindung, die kurz nach der Photovoltaik entdeckt wurde.
Die Wasserkraft nutzt die Energie des natürlichen Wasserkreislaufs.
Der Wasserkreislauf wird durch die Sonnenenergie angetrieben.
 
6Im Zusammenhang mit Strom, der von Wasserkraftwerken hergestellt wird, spricht man von Ökostrom. Was bedeutet das?
Stromprodukte, die aus erneuerbaren Energien hergestellt werden.
Elektrizität, die nach möglichst ökologischen Kriterien produziert wird.
Ein Sparprogramm, das automatisch den Strom bezieht, der am günstigsten ist.
Wasserkraft, die fisch- und gewässerschonend hergestellt wird.
 
7Wasserkraft gilt als CO2 neutral. Was bedeutet dies? Welche Aussagen treffen zu?
Das Klima wird durch die Wasserkraft nicht direkt belastet.
Wasser ist eine CO2-Senke: Bei der Nutzung wird viel CO2 aus der Luft aufgenommen.
Gemäss CO2-Gesetz soll Wasserkraft nicht mit einer CO2-Abgabe belastet werden.
Beim Bau von Wasserkraftwerken ensteht CO2.


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